Automobilindustrie: Gewinneinbruch bei Volkswagen

Die Abwrackprämie hat im letzten Jahr maßgeblich dazu beigetragen, dass zahlreiche Autohersteller trotz Finanzkrise schwarze Zahlen schreiben konnten. Auch das Wolfsburger Unternehmen Volkswagen konnte von der staatlichen Unterstützung profitieren – und verbucht für 2009 dennoch einen Gewinneinbruch von satten 80 Prozent.

Wie der VW-Konzern mitteilte, habe sich der Gewinn des Unternehmens im Jahr 2009 auf 911 Millionen Euro reduziert. Der Umsatz ging unterdessen um 7,6 Prozent zurück und lag 2009 demnach bei 105,18 Milliarden Euro.

VW-Aktionäre müssen Abstriche machen

Aufgrund des starken Gewinnrückgangs plant VW, eine niedrigere Dividende an seine Aktionäre auszubezahlen. Der Aufsichtsrat schlägt eine Dividende für das Vorjahr von 1,60 Euro pro Stammaktie sowie 1,66 Euro pro Vorzugsaktie vor. Zum Vergleich: Für das Jahr 2008 wurden Anteilseignern noch 1,93 Euro pro Stammaktie sowie 1,99 Euro pro Vorzugsaktie ausbezahlt. Die größten Anteile an VW halten die Familien Porsche und Piech, sowie das Bundesland Niedersachen und das Emirat Katar.

Volkswagen-Zukunft optimistisch

Trotz des Gewinnrückgangs hat VW nach eigenen Angaben seine Ziele im letzten Jahr erreicht. Europas Branchenprimus konnte international Marktanteile hinzugewinnen, unter anderem mit den Erfolgsmarken VW, Audi und Seat, aber auch den Luxusmarken Bentley, Lamborghini und Bugatti. Auch wenn die Wirtschaftslage derzeit schwierig ist – VW-Vorstandschef Martin Winterkorn blickt optimistisch in die Zukunft. Volkswagen sei in finanzieller Hinsicht „sehr solide“ aufgestellt und hätte demnach gute Chancen, auch in diesem Jahr seine Position auf dem weltweiten Automobilmarkt zu stärken. Dies soll unter anderem durch neue Modelle ermöglicht werden, die im Jahr 2010 in Erscheinung treten.

Detaillierte Zahlen zum Jahresergebnis 2009 will Volkswagen am 11. März 2010 bekannt geben.

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