Baufinanzierung – Abwicklung einer Anschlussfinanzierung

Im Zuge einer Anschlussfinanzierung kommt es immer wieder zum Bankenwechsel. Welcher Aufwand ist damit verbunden und wie erfolgt die Abwicklung? Diese Frage wird relativ oft gestellt. Die neue Bank schreibt die abzulösende Bank an und teilt unter Berufung auf den vorliegenden Kundenauftrag mit, dass sie mit der Ablösung des oder der Darlehen beauftragt ist. Sie teilt ebenfalls der abzulösenden Bank mit per wann die Ablösung erfolgen soll – und bietet um Überlassung der Sicherheiten (diese werden an die neue Bank übertragen). Die abzulösende Bank teilt der neuen Bank anschließend die Höhe der Forderung zum Ablösungsstichtag mit. Die Abwicklung erfolgt dann Zug um Zug.

Die alte Bank bekommt das Ablösegeld im Zuge eines Treuhandauftrages, den diese im Regelfall auch ohne Weiteres annimmt. Die abzulösende Bank verpflichtet sich dabei über das Geld nur treuhänderisch gegen Überlassung aller Sicherheiten an die ablösende Bank zu verfügen. Sobald die Sicherheiten rechtskräftig an die neue Bank übertragen worden sind, wird die abzulösende Bank aus dem Treuhandauftrag entlassen. Die gesamte Abwicklung dauert im Schnitt 3-4 Wochen.

Dabei müssen die Grundpfandrechte, die für die abzulösende Bank als Sicherheit dienen, im Zuge der neuen Baufinanzierung Anschlussfinanzierung an die ablösende Bank übertragen werden. Dies erfolgt mittels einer Grundschuldabtretung, die die neue Bank auch im Grundbuch vollziehen lässt. Die Kosten der Grundschuldabtretung werden dabei auf den Kreditnehmer umgewälzt. Die Höhe der Kosten hängt dabei vom nominellen Betrag der Grundschuld ab und kann beim Grundbuchamt erfragt werden. Eine Auskunft zu diesem Thema kann auch ein Notariat geben (in den Ländern, wo Grundbücher beim Notariat geführt werden).

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