Ein Cap-Darlehen ist ein interessantes Instrument um von fallenden Zinsen zu profitieren und gleichzeitig das Risiko der steigenden Zinsen kalkulierbar zu machen. Außerdem gibt es bei dieser Darlehensvariante eine flexible Möglichkeit das Darlehen ganz oder teilweise zurückzuführen.

Die Verzinsung des Darlehens orientiert sich an einem Referenzzinssatz aus dem Geldmarkt. Dies ist oft der 6-Monats-Euribor. Die Zinsanpassung erfolgt in festen Zeitabständen zu den vereinbarten Terminen (Fixing-Termin). Der an diesen Terminen festgestellte Zinssatz gilt für die nächste Periode bis zum nächsten Fixing. Zu den Fixing-Terminen ist auch die ganze oder teilweise Kündigung möglich. Manche Banken machen hier eine Ausnahme und genehmigen Darlehensrückzahlungen auch während der laufenden Zinsperiode. Im Regelfall wird auf den festgestellten Referenzzinssatz ein vereinbarter Aufschlag vorgenommen. Dieser Aufschlag beinhaltet die Gebühr für den Cap, die letztendlich über die gesamte Laufzeit des Darlehens mitbezahlt wird.

Das Cap stellt dabei eine Grenze nach oben dar, die bei laufender Zinsanpassung nicht überschritten werden darf. Dies bedeutet, dass unabhängig von der Zinsentwicklung der Kreditnehmer maximal die Zinsen in Höhe des Caps bezahlen muss. Dies ist eine sinnvolle Absicherung gegen plötzlich steigende Zinsen. Sollte der Abstand zwischen dem aktuellen Zinssatz und dem Cap relativ groß sein, so stellt sich die Frage, ob diese Art des Darlehens sinnvoll ist. In so einem Fall empfiehlt es sich im Rahmen einer Baufinanzierung ein Festzinsdarlehen abzuschließen, um sich gegen steigende Zinsen abzusichern.

Cap-Darlehen sind im Bereich der Immobilienfinanzierung relativ selten, können aber auf Wunsch angeboten werden. Bei gewerblichen Finanzierungen sind aber Cap-Darlehen an der Tagesordnung. Da Cap-Darlehen in Deutschland im Baufinanzierungsbereich recht selten sind, ist die Vergleichbarkeit zwischen mehrere Angeboten deutlich eingeschränkt.

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