Befristete Arbeitsverträge: Bundesregierung verteidigt den Trend

BundesregierungDie Bundesregierung verteidigt den Trend hin zu befristeten Arbeitsvertragen – und weist damit die laut gewordene Kritik von Gewerkschaften und Institutionen zurück.

Jeder Zweite ist befristet eingestellt

Laut einer Veröffentlichung der Bundesagentur für Arbeit ist bei Neueinstellungen mittlerweile jeder zweite Job befristet – junge Menschen sind von dieser Entwicklung besonders betroffen. Wie eine Sprecherin des Bundesministeriums jedoch mitteilte, werde rund die Hälfte aller Beschäftigten mit befristetem Vertrag später in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Die Möglichkeit zur befristeten Anstellung sei bewusst geschaffen worden, um den Unternehmen zu mehr Flexibilität im Hinblick auf den Arbeitsmarkt zu verhelfen.

Daten des Statistischen Bundesamtes nicht repräsentativ

Das Ministerium übte darüber hinaus Kritik an den Bekanntmachungen des Statistischen Bundesamtes, nach denen die Zahl der befristeten Arbeitsverträge bundesweit deutlich zugenommen hätte.  Das Arbeitsministerium gab an, die in der Statistik höheren Zahlen kämen insbesondere dadurch zustande, dass in der Zwischenzeit die Zählweise geändert wurde – Mehrfachbefristungen seien innerhalb eines Jahres seit 2004 deshalb auch mehrfach gezählt worden.

Verteidigung der Unternehmen auch durch IAB

Joachim Möller, Chef des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), sieht befristete Arbeitsverträge ebenfalls positiv. Arbeitgeber bräuchten in der heutigen Zeit eine gewisse Flexibilität in Bezug auf ihren Arbeitskräftebedarf.

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