BGH spricht Grundsatzurteil zur Pfändung nach Kreditverkäufen

BGH

BrokerDer Bundesgerichtshof (BGH) hat die Pfändung nach dem Verkauf von Krediten mit seinem neuesten Grundsatzurteil deutlich erschwert. Damit beruhigt sich die Lage für Immobilienbesitzer.

Wie die Richter in Karlsruhe urteilten, können Aufkäufer von Krediten nicht mehr ohne Weiteres Pfändungen vornehmen. Um Kreditnehmern Schutz zu bieten, muss zunächst von amtlicher Seite aus geprüft werden, ob eine Zwangsvollstreckung überhaupt rechtens ist.

Sofortige Pfändung nach Kreditaufkauf: Existenzängste bei Kreditnehmern

Insbesondere während der Finanzkrise waren Immobilieneigentümer beunruhigt über den Weiterverkauf von Immobilienkrediten von Banken an Dritte. Die Kreditaufkäufer stellten die Baufinanzierungsdarlehen in einigen Fällen sofort fällig – und den Kreditnehmer damit vor erhebliche Probleme.

Das Urteil des BGH bezog sich auf den Fall eines Unternehmens, welches gegen den Käufer seines Kredits Klage erhob. Dieser wollte das 2008 mit einer Grundschuld belastete Grundstück pfänden. Im Kreditvertrag war festgehalten worden, dass der Schuldner einer sofortigen Zwangsvollstreckung zustimme. Zudem willigte der Kreditnehmer ein, dass Forderungen auch an Dritte abgetreten werden durften. Der Kreditaufkäufer ließ besagtes Grundstück unmittelbar pfänden – die Firma wehrte sich dagegen.

Immobilienbesitzer künftig besser geschützt

Das BGH hat mit seinem Urteil engere Grenzen für Pfändungen gezogen. Nur dann, wenn der neue Kreditgeber die Rechten und Pflichten des vorherigen Gläubigers übernommen habe, und kein Widerspruch gegen die geplante Pfändung bestehe, dürfte die Pfändung durchgeführt werden. Das Urteil bezieht sich im Übrigen auf Kreditverträge, die vor dem Jahr 2008 abgeschlossen wurden.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


*