Der richtige Weg zur Baufinanzierung

Die richtige Baufinanzierung Endlich ist es soweit – die eigenen vier Wände sind nun fast greifbar! Aber vorsichtig, denn gerade bei der Auswahl der richtigen Baufinanzierung sollte man nicht voreilig handeln. Im Vorfeld sollte man eine gute Planung und detaillierte Kalkulation für das komplette Vorhaben zur Hand haben, denn eine Fehlentscheidung kann im Nachhinein zu großen finanziellen Nachteilen führen. In dieser Kalkulation sollten verschiedene Faktoren, wie z. B. die Ermittlung des vorhandenen Eigenkapitals, berücksichtigt werden.

Eine gesunde Immobilienfinanzierung besteht jeweils aus einem drittel Eigenkapital, Hypothek sowie Bauspargeld. Das Eigenkapital sollte zwischen 30 und 40% betragen. Einige Kreditinstitute geben sich auch mit 15 – 20% oder sogar 0% zufrieden. Diese Art von Finanzierung ist aber eher nicht ratsam, denn ganz klar ist, desto niedriger das Eigenkapital ist, desto höher ist schließlich die monatliche Belastung und nicht nur das, denn der Risikofaktor steigt für das Kreditinstitut, was sich auf den Zinssatz ausschlagen kann. Andererseits kann es Sinn machen, dass man einen Teil des Eigenkapitals fest anlegt, wenn die Renditeerträge höher liegen als die zu entrichtenden Zinsen der Immobilienfinanzierung.

Ein weiterer zu ermittelnder Faktor ist die Kalkulierung der monatlichen Belastbarkeit. Wie viel Geld steht mir monatlich zur Verfügung nach Abzug aller Ausgaben. Seien Sie dabei sehr ehrlich und setzen Sie die Ausgaben einen Tick höher an. Ermitteln Sie diesen durch die genaue Gegenüberstellung der Ein- und Ausgaben. Als letzter Faktor wäre dann die Ermittlung des maximalen Kaufpreises zu errechnen, welcher sich aus der monatlichen Belastung und dem verfügbaren Eigenanteil ergibt. Dazu gehen Sie folgendermaßen vor: Nehmen Sie den Wert Ihrer monatlichen Belastbarkeit und multiplizieren diesen mit 100 und dann mit 12 Monaten. Dann dividieren die Summe durch den Zinssatz plus der Tilgung.

Als Ergebnis erhalten Sie die Höhe Ihres maximalen Immobilienkredites. In dieser gesamten Planung sollten auch weitere Kosten, die z. B. durch den Kauf eines Grundstücks entstehen, berücksichtigt werden. Dies sind ca. 8,5% des Kaufpreises und setzen sich aus Notargebühren, Maklercourtage und Grunderwerbssteuer zusammen. Dann können individuelle Finanzierungskosten anfallen, wie z. B. Bereitstellungszinsen oder Wertermittlungsgebühren und zusätzliche Kosten wie Umzugs-, Renovierungs- und Sanierungskosten etc. Wie man sieht, gibt es eine Menge Faktoren, die man im Vorhinein berücksichtigen sollte. Die dann folgende Auswahl der passenden Baufinanzierung wird nicht weniger anspruchsvoll, denn auch hier gibt es etliche Faktoren, die zu berücksichtigen wären. Daher sollten Sie keinesfalls auf professionelle Hilfe vom Finanzprofi verzichten.  [weiterlesen]

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