Die Finanzierung von gewerblich genutzten Immobilien

gewerbeimmobilienfinanzieru(Berlin, 06.05.2014) Ein nach wie vor ungebrochener Bau- und Erwerbsboom für private und gewerbliche Immobilien beschert den Kreditinstituten in Deutschland zunehmende Finanzierungsvolumina. Die Zinsen sind noch immer auf historisch niedrigem Niveau, sodass sich auch jetzt immer noch viele Interessenten den Schritt zu einer Immobilienfinanzierung überlegen. Bei gewerblichen Immobilien geht es dabei vor allem um die Erweiterung bestehender Logistik-, Laden- oder Produktionskapazitäten, aber auch um die Schaffung von Renditeobjekten wie Bürogebäude, Mehrfamilienhäuser oder Beherbergungsbetriebe. Einige Interessenten möchten zunächst auch nur erst einmal ein Gewerbegrundstück finanzieren, um dessen weitere Verwendung für einen späteren Zeitpunkt sicherzustellen. Trotz der sicherlich attraktiven Zinskonditionen will der Schritt zu einer gewerblichen Finanzierung jedoch gut überlegt sein. Die makro- und mikroökonomischen Umfelder und die individuelle Unternehmensentwicklung lassen oft nur sehr begrenzte Fremdkapitalaufnahmen zu, ohne dass das Risiko zu hoch gerät. Auch für Unternehmer gilt es in diesen Tagen deshalb, besonders umsichtig und durchdacht zu agieren.

Welche Bewertungsmöglichkeiten für eine Finanzierungsplanung existieren?

Die Entscheidung für oder gegen eine Gewerbefinanzierung hängt von vielen Faktoren ab und spielt auch in die Bewertungsstrukturen der Kreditinstitute zur Bestimmung eines Konditionenmodells ein. Hierbei spielt neben den eigenen Unternehmenskennzahlen auch die Konkurrenzsituation am Markt und die zu erwartende, wirtschaftliche Weiterentwicklung eine Rolle. Da die Bewertungsmöglichkeiten so vielfältig sind, sollte der Interessent nicht ausschließlich der Bank seines Vertrauens zuhören. Meist ist auch die Hinzunahme eines neutralen Beraters bzw. eines Finanzmaklers empfehlenswert. Das von Fachleuten eingebrachte Know-how sowie deren Marktübersicht ermöglichen nicht nur eine optimale Anpassung der Finanzierungsstrategie an die individuellen Unternehmensbedürfnisse, sondern schaffen auch eine breite Vergleichsbasis möglicher Anbieter. Da die Konditionen von Anbieter zu Anbieter extrem unterschiedlich sein können, kann sich dieser Schritt besonders lohnen. Je nach Objektart und zugedachtem Verwendungszweck kann möglicherweise auch eine Förderung beansprucht werden, was quasi als zusätzliches Eigenkapital in die Finanzierungsplanung eingebracht werden kann. Die Finanzierung sollte insgesamt tragbar sein – ohne den vollständigen Verschleiß sämtlicher Liquidität und bei realistischer Entwicklungsplanung.

Gewerbefinanzierung ohne Eigenkapital

Einige Anbieter gewerblicher Finanzierungen offerieren auch sogenannte Nullfinanzierungen, also Finanzierungen ohne Eigenkapital. Trotz der derzeit niedrigen Zinskonditionen bedeutet eine Nullfinanzierung ein stark erhöhtes Risiko für den Kreditnehmer, da keine Liquiditätsreserven vorhanden sind, um eventuelle Zusatzkosten abzufangen. Auch für das Kreditinstitut erhöht sich das Risiko eines Zahlungsausfalles des Kreditnehmers, was in der Regel mit merklich schlechteren Konditionen im Vergleich zu Finanzierungen mit vorhandenem Eigenkapital führt. Experten empfehlen grundsätzlich etwa 20 bis 25 Prozent Mindest-Eigenkapital, um eine tragbare und möglichst günstige Finanzierung realisieren zu können. Die laufende Belastung sinkt in einem solchen Falle merklich. Aus den genannten Gründen sollten Finanzierungen ohne Eigenkapital grundsätzlich gut überlegt sein, denn das hohe Risiko steht oft in keinem Verhältnis zu den möglichen Ertragschancen.

Fazit

Für eine Gewerbefinanzierung sollte ein realistischer und gut durchdachter Finanzierungsplan aufgestellt werden, welcher die zu tragende Belastung und die möglichen Schwankungen auf der Ein- und Ausgabenseite zu einem hohen Grad berücksichtigt. Neutrale Finanzierungsberater helfen dem Interessenten, die Planung optimal an die individuellen Verhältnisse anzupassen und diese bei einer möglichst hohen Zahl Anbieter anzufragen. Ein Vergleich ist daher sehr umfassend und ermöglicht das Herausfinden der wirklich günstigsten Offerte. Dabei können nicht nur Neu-Gewerbefinanzierungen berücksichtigt werden, sondern auch die Zusammenlegung bestehender Verbindlichkeiten bzw. eine Umschuldung. Bestehen Zweifel an der Tragbarkeit des Risikos und der Zahlungsverpflichtungen oder werden zu positive Ertragsannahmen vorausgesetzt, sollte die Gewerbefinanzierung – trotz der derzeit günstigen Zinskonditionen – lieber nicht realisiert werden. Weitere Informationen rund um die Gewerbefinanzierung finden Interessenten auf www.gewerbliche-finanzierung.com – dem Fachportal für Unternehmer und Investoren.

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