EU-Gipfel legt Hilfspaket für Griechenland fest

Griechenland

GriechenlandDie EU-Staaten haben sich nun auf mögliche Hilfskredite für Griechenland geeinigt.

Der Zins, der dem stark kriselnden EU-Staat in Rechnung gestellt wird, wird in etwa so hoch ausfallen wie bei Krediten des Internationalen Währungsfonds (IWF). Dies teilte ein mit den Beratungen Vertrauter der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag nach dem stattfindenden EU-Gipfel mit.

Nach Angaben von Reuters soll die Zinshöhe damit etwa fünf Prozent betragen – was eine deutliche finanzielle Erleichterung im Vergleich zu den aktuell geltenden Marktzinsen von über sieben Prozent darstellt. Darüber hinaus hatten die großen Euro-Staaten Griechenland gegenüber erneut ihre Solidarität bekräftigt.

Der Euro legte mit der Festlegung der Griechenland-Hilfe um knapp einen Cent zu und stieg damit auf 1,3480 Dollar an. Anleger ließen sich an der Börse auch durch die kurzfristige Rating-Herabstufung Griechenlands durch Fitch auf „BBB-„ nicht irritieren.  Die Ratingagentur sieht die Zukunft für das hochverschuldete EU-Land weiter negativ, zumal sich die wirtschaftliche Lage weiter verschlechtere und die Zinslast dagegen zunehme.

Volumen und Laufzeiten der Hilfskredite werden erst dann endgültig von der EZB und der EU-Kommission festgelegt, wenn Griechenland Hilfe angefordert habe. Dies war bislang allerdings noch nicht der Fall. Griechenland will das Hilfspaket trotz der massiv gestiegenen Marktzinsen auf seine Staatsanleihen noch nicht annehmen.

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