Förderdarlehen nutzen: KfW-Darlehen schon ab 1 Prozent Darlehenszins möglich

(Berlin, 12.07.2012) Derzeit befinden sich die Marktzinsen für Immobiliendarlehen auf historisch niedrigem Niveau. Der von der Europäischen Zentralbank festgelegte Hauptrefinanzierungssatz befindet sich aktuell bei 0,75% – einige Experten erwarten sogar einen weiteren Zinsschritt in nächster Zukunft. An diesem Leitzinssatz orientieren sich die Kreditinstitute, wenn sie ihre Konditionen für einen Immobilienkredit festlegen. Doch nicht allein der herkömmliche Bankkredit für die Finanzierung eines Immobilienerwerbs kann derzeit sehr günstig abgeschlossen werden. Wer zusätzlich die Voraussetzungen für den Erhalt von Fördermitteln erfüllt, kann zu fast marginalen Zinskosten eine finanziell wenig belastende Finanzierung verwirklichen. Die Realzinsen für „herkömmliche“ Bankdarlehen liegen derzeit – z.B. für ein Annuitätendarlehen mit 10-jähriger Zinsbindung – bei etwa 2,6%, natürlich abhängig von Bonität und Beleihungsauslauf. Förderkredite der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) können derzeit schon ab 1 Prozent Sollzins beantragt werden.

Durch Kombination mit Förderungen äußerst günstige Gesamtfinanzierung realisierbar

Wer die Voraussetzung zur Förderung erfüllt, kann in vielen Fällen ein Förderdarlehen in Anspruch nehmen und dies in das Gesamtfinanzierungskonzept einbauen. So wird eine extrem günstige Gesamtfinanzierung – beispielsweise bei einem Immobilienerwerb – möglich. Als kleines Exempel soll hier einmal die Inanspruchnahme des Förderkredits „Energieeffizient sanieren“ aus dem Förderprogramm der KfW dienen. Wird dieser Förderkredit im Zusammenspiel mit einem günstigen Bankkredit in ein Komplettfinanzierungspaket umgesetzt, kann eine extrem günstige Gesamtfinanzierung erreicht werden. So werden Ersterwerber von energetisch saniertem Wohnraum (oder auch Eigentümer, Mieter usw.) durch einen Förderkredit bis zu 75.000 Euro bei nur 1% Sollzins gefördert, wenn energetische Maßnahmen im Sinne des KfW-Effizienzhaus-Standards durchgeführt werden. Im Einzelnen können dies sein:

– Dämmmaßnahmen zur verbesserten Wärmedämmung
– Heizungserneuerung
– Einbau / Erneuerung von Lüftungsanlagen oder Erneuerung von Fenster und Türen
– Weitere zusammenhängende Leistungen inklusive Nebenkosten und Beratungs- und Planungsarbeiten

Notwendig ist in jedem Falle ein Energieberater, der die Sanierungsmaßnahme individuell mit dem Eigentümer bzw. Erwerber plant und umsetzt. Wichtig dabei ist die Einhaltung der notwendigen Mindestanforderungen der KfW. Dies dient nicht nur der Erfüllung der Förderungsvoraussetzungen, sondern sichert auch die Erreichung des gewünschten Energieeinsparungslevels und mindert die Gefahr von Bausubstanzschäden.
Bei Einbindung dieses Förderkredites und Hinzunahme ggf. weiterer Mittel aus einem zusätzlichen Immobiliendarlehen kann dann ein modernes, energiesparendes und umweltfreundliches Eigenheim zu günstigen Konditionen erworben werden.

Der beste Einstiegszeitpunkt ist jetzt

Die Förderkredite können natürlich unabhängig vom genauen Zeitpunkt des Immobilienerwerbs beantragt werden. Allerdings ist eine Nachweispflicht über die Mittelverwendung Pflicht. Allgemein jedoch kann dem Interessenten nur geraten werden, möglichst bald konkret zu werden, wenn sowieso Pläne für den Immobilienerwerb bestehen. Eine günstigere Möglichkeit als derzeit wird in der Zukunft so schnell nicht wiederkehren. Betrachtet man den historischen Zinsverlauf, wird klar, dass das Zinsniveau aktuell auf extrem günstigen Niveau ist – wie sich die Zinsen wirklich weiterentwickeln werden, weiß so genau natürlich niemand. Der Platz nach unten ist jedoch begrenzt und die Maßnahmen der EZB sollten bald Wirkung zeigen. Setzt dann die Konjunkturbelebung ein, werden die Zinsniveaus auch wieder steigen.

Fazit

Die allgemeine Zinssituation ist äußerst günstig für Immobilienfinanzierungen. In Kombination mit möglichen Förderkrediten (wie z.B. aus dem Programm der energetischen Sanierung der KfW-Bankengruppe) können Gesamtfinanzierungen zu historisch günstigen Zinskonditionen abgeschlossen werden. Förderkredite gibt es teils schon ab 1,0% Sollzins. Auch wenn es einige Experten gibt, die einen weiteren Zinsschritt der EZB nach unten erwarten, sollten Immobilieninteressenten nicht mehr zu lange warten. Der günstigste Einstiegszeitpunkt ist gekommen und wird in baldiger Zukunft so nicht mehr möglich sein. Genaue Zinsentwicklungen kann natürlich niemand vorhersagen, doch unterstützt auch die historische Betrachtung über viele Jahrzehnte hinweg die Einstiegsempfehlung zum jetzigen Zeitpunkt.

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