Geldanlage: Broker müssen bei unzureichender Risikoaufklärung haften

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BrokerWenn Broker ihre Anleger nicht ausreichend über die Risiken von Geldanlagen aufklären und ihre Vermittler nicht sorgfältig kontrollieren, müssen sie für aufkommende Schäden haften.

Rechte von Anlegern gestärkt: Broker müssen kontrollieren und aufklären

Mit diesem Urteil stärkte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe nun erneut die Rechte von Anlegern. Der Bankensenat entschied nun, dass eine unzureichende Risikoaufklärung dazu führe, dass Brokerhäuser für finanzielle Schäden in die Haftung genommen werden können.
Damit erntete eine Anlegerin Erfolg, die gegen ein US-Brokerhaus geklagt hatte. Sie hatte 6.000 Euro Schadenersatz gefordert – genau die Summe, die sie in den Jahren von 2003 bis 2006 durch Optionsgeschäfte an der US-Börse nahezu vollständig verloren hatte.

US-Brokerhaus muss Schadenersatz bezahlen

Ein deutscher Vermittler hatte für die Klägerin die Abwicklung von Termingeschäften und Optionsgeschäften an der New Yorker Börse übernommen – und zwar ausschließlich über ein Internetsystem des Brokers.  Wie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschied, wurde die Anlegerin nicht ausreichend über die möglichen Risiken dieser Art der Kapitalanlage aufgeklärt. Alleine schon die überdurchschnittlich hohen Vermittlerprovisionen hätten ein großes finanzielles Verlustrisiko dargestellt. Das Brokerhaus selbst habe seinen Vermittler nicht kontrolliert und damit die unseriösen Praktiken zumindest gebilligt.

Mit dem Urteil des BGH wurde ein Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom März letzten Jahres bestätigt.

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