Globale Finanzkrise noch nicht am Ende

Wie man den vom Spiegel am Freitag verbreiteten Finanz News entnehmen konnte, scheint die weltweite Finanzkrise noch immer ihre Spuren zu hinterlassen. Das jüngste Opfer ist Griechenland. Der Staat ist hoch verschuldet und kann seine Geschäfte schon seit einiger Zeit nur noch mit tatkräftiger finanzieller Unterstützung aus dem Ausland tätigen. Bisher schienen die Staatsanleihen für die deutschen und europäischen Banken ein lukratives Geschäft zu sein, doch jetzt sorgen Spekulanten dafür, dass die griechischen Staatsanleihen als vakante Papiere eingestuft und kaum noch gekauft werden. Dabei gibt man in den Finanz News gleich auch noch zu bedenken, dass die griechische Regierung schon binnen kürzester Zeit neue flüssige Mittel braucht, um ihre Altschulden bedienen zu können.

Dass die europäischen Staaten in das griechische Schuldenchaos gern ein wenig Ruhe hinein bringen wollen, ist verständlich, denn diese Situation wirkt sich deutlich auch auf den Handelswert des Euro im Forex Trading aus. Gemessen wird das aktuelle Risiko am Handelspreis für die Kreditversicherungen. Kurios an der ganzen Situation ist, dass einige der Spekulanten, die dabei gewinnen würden, wenn Griechenland nicht in der Lage ist, die bereits gewährten Kredite zurück zu führen, ausgerechnet griechische Staatsanleihen als spekulative Geldanlage kaufen.

Die in Deutschland beheimateten Großbanken trifft die Entwicklung in Griechenland einmal mehr mit voller Wucht. Sie gehören zu den Kreditinstituten, die der griechischen Regierung bisher noch Kredite durch den Ankauf von Staatsanleihen gewährt haben. Das könnte sich jetzt dramatisch ändern, denn einige von ihnen, darunter die Postbank und die Real Estate Bank haben bereits sehr offen angekündigt, sich in diesem Bereich nicht mehr engagieren zu wollen. Bei den anderen Großbanken ist man mit konkreten Stellungnahmen noch sehr zurückhaltend.

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