Immobilienkäufer und Bauherren investieren mit höherer Tilgung in Schuldenfreiheit

(München, 30. Januar 2013) Auf das anhaltend niedrige Zinsniveau für Baugeld reagieren Immobilienkäufer und Bauherren mit einer höheren Tilgung, meldet Deutschlands größter Vermittler für private Baufinanzierungen Interhyp. Die Auswertung von mehr als 55.000 Darlehensabschlüssen in den vergangenen zwei Jahren zeigt, dass die durchschnittliche anfängliche Tilgung von Januar 2011 bis Dezember 2012 um 0,5 Prozentpunkte von rund 2,5 Prozent auf über 3 Prozent gestiegen ist. „Viele Kreditnehmer sind unserer Empfehlung gefolgt, die Zinsersparnis zu nutzen, um von Anfang an höher zu tilgen“, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG. „Das ist sinnvoll, denn damit investieren sie in eine frühere Schuldenfreiheit.“

Die niedrigen Zinsen machen es Häuslebauern und Kaufinteressenten heute leichter, sich einen Kredit für ihr Eigenheim zu leisten. Denn die Raten, um eine bestimmte Summe zu finanzieren, sind geringer als noch vor zwei Jahren. Anfang 2011 musste ein Darlehensnehmer leicht 550 Euro im Monat für ein zehnjähriges Darlehen über 100.000 Euro zahlen (bei 2,5 Prozent anfänglicher Tilgung), heute zahlt er bei gleicher Tilgung und mit den aktuell niedrigen Zinsen mehr als 100 Euro im Monat weniger. Doch die günstigen Konditionen haben einen Haken, erklärt Goris: „Bei dem derzeit niedrigem Zinsniveau sinkt der Zinsanteil an der Rate nicht so schnell, also steigt auch der Tilgungsanteil langsamer“. Deshalb rät Interhyp Kreditnehmern jetzt besonders, auf eine hohe Tilgung zu achten.

Ein Beispiel zeigt, wie sich eine hohe Tilgung auf die Finanzierung auswirkt: Wer derzeit ein Darlehen über 100.000 Euro zu einem Zins von 2,7 Prozent aufnimmt und eine anfängliche Tilgung von 2,5 Prozent wählt, ist – ein gleichbleibender Zins vorausgesetzt – nach rund 27 Jahren schuldenfrei. Wählt der Darlehensnehmer dagegen eine anfängliche Tilgung von 3,5 Prozent, steht er schon sechs Jahre früher, also schon nach 21 Jahren ohne Schulden da. Goris empfiehlt: „Ziel sollte auf jeden Fall sein, möglichst viel zu tilgen, um das Darlehen bei Rentenbeginn größtenteils abgezahlt zu haben.“

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