Immobilienkredit: Finanzierungsform und flexible Individualisierung vor aktuellem Zinshintergrund richtig beurteilen

(Berlin, 18.06.2012) Die Rückzahlung eines Immobilienkredites ist eine meist langjährige und finanziell prägnante Angelegenheit: Hohe Darlehenssummen bedingen eine lange Verpflichtung des Darlehensnehmers. Die aktuelle Zinssituation für Immobilienkredite ermöglicht historisch günstige Finanzierungsabschlüsse – doch sollten im Sinne der Risikominimierung die verschiedenen Finanzierungsformen vor einem Vertragsabschluss detailliert analysiert werden. Insbesondere im Hinblick auf Flexibilität in Bezug auf die eigene Situation sollte die Finanzierungsform gewählt werden. Eine optimal passende Finanzierungsform für die eigenen Bedürfnisse hilft, mögliche finanzielle Probleme in der Zukunft zu vermeiden. Jeder Interessent sollte sich deshalb ausführlich über Möglichkeiten, sowie Risiken und Chancen informieren.

Die aktuelle Situation am Kapitalmarkt

Am Kapitalmarkt herrscht derzeit ein so günstiges Zinsniveau wie seit langem nicht mehr. Derzeit können Immobiliendarlehen bei entsprechender Bonität und einem Beleihungsauslauf von unter 60% zu historisch günstigen Sollzinsen aufgenommen werden. Die Werbung der Banken spricht zu Recht von Immobilieneigentum zur finanziellen Belastung eines Mietverhältnisses. Doch nicht nur die Zinshöhe ist entscheidend für die Entscheidung zu einer Immobilienfinanzierung. Vor dem Hintergrund des Wunsches nach den eigenen 4 Wänden sowie dem Aufbau einer sachwertgestützten Altersvorsorge müssen auch die eigenen finanzielle Situation und die möglichen Risiken bedacht werden. Ferner sind die Umstände der Finanzierungsaufnahme wichtig, wie z.B. die Beleihungshöhe, die Kostensituation der Immobilie selbst und auch die Finanzierungsform. Die Entscheidung für die richtige bzw. individuell passende Finanzierungsform trägt dazu bei, das finanzielle Gesamtrisiko möglichst klein zu halten.

Mögliche Finanzierungsformen eines Immobilienkredites

Die wohl bekannteste Finanzierungsform ist das Annuitätendarlehen. Die Planbarkeit ist hierbei relativ gut, da über einen langen Zeitraum immer gleich hohe Raten (die Annuitäten) fällig werden, was gut im finanziellen Gesamtkonzept berücksichtigt werden kann. Sollzinsbindungen zwischen 5 und 30 Jahren ermöglichen eine langfristige und sichere Konzeption. Es sollte auch eine möglichst flexible Gestaltung der Sondertilgungsmöglichkeiten bei der Verhandlung mit dem Kreditinstitut geachtet werden. Eine weitere, bekannte Finanzierungsform ist das Volltilger-Darlehen, dessen Planungssicherheit noch höher als beim Annuitätendarlehen liegt, da das Volltilger-Darlehen zum Ende der Laufzeit vollständig getilgt sein muss und keine Restschuld (wie beim Annuitätendarlehen üblich) verbleibt. Nachteil: Durch die hohen Tilgungsanteile entsteht eine vergleichsweise hohe monatliche Belastung. Das Kombi-Darlehen kombiniert einen Festzinsteil ähnlich einem Annuitätendarlehen mit einem flexiblen Darlehensteil, welcher jederzeit kostenfrei getilgt werden kann und mit einem variablen Sollzins verzinst wird. So kann eine insgesamt günstigere Finanzierung realisiert werden, es sollte jedoch genügend Einkommen bzw. Eigenkapital zur Verfügung stehen, damit die Tilgungsoptionen bei ungünstiger Zinsentwicklung genutzt werden können. Das Flex-Darlehen bietet die volle Flexibilität kostenfreier Sondertilgungen in beliebiger Höhe bei einem variablen Zinssatz, jedoch steht hier immer die Gefahr einer ungünstigen Zinsentwicklung im Raum. Das Konstant-Darlehen bietet durch die Kombination von Bausparvertrag und Darlehen eine sehr hohe Planungssicherheit durch Sicherung des Zinsniveaus über die gesamt Laufzeit bis zur vollständigen Tilgung – doch sind die Kosten für diese Art Darlehen meist überdurchschnittlich hoch. Das Festdarlehen kombiniert ein endfälliges Darlehen mit einer Kapitalanlageform wie z.B. einem Investmentfonds oder einer Kapitalversicherung. Vor- und Nachteile ergeben sich hier insbesondere aus dem möglichen Überschuss oder der Negativentwicklung der eingebundenen Kapitalanlageform. Welche Finanzierungsform die für die individuelle Situation geeignetste ist, kann nicht pauschal entschieden werden. Der Interessent sollte sich am besten durch Hinzunahme eines neutralen Fachmannes über Vor- und Nachteile sowie das zusammenhängende Risikoprofil informieren.

Einstiegszeitpunkt für Finanzierungsinteressierte ohne Eigenkapital interessant

Ein Immobilienkredit für Interessenten mit wenig oder keinem Eigenkapital ist mittlerweile bei vielen Anbietern möglich, sofern die Einkommenssituation des Finanzierungsnehmers hierfür ausreichend ist. Das aktuell niedrige Zinsniveau ermöglicht sogar vergleichsweise günstige Vollfinanzierungen, so dass der Traum von der eigenen Immobilie schneller erfüllt werden kann. Günstiger als derzeit wird eine solche Finanzierung kaum mehr realisiert werden können – die Prüfung, ob die Raten durch das absehbare Einkommen aufgebracht werden können, sollte immer vor einer Entscheidung für eine Vollfinanzierung stehen.

Fazit

Immobilieneigentum erhöht die Lebensqualität und trägt zur Altersvorsorge bei. Derzeit herrscht ein extrem attraktives Zinsniveau am Markt für Immobilienfinanzierungen – somit wird Immobilieneigentum für viele Interessenten finanziell machbar. Vor der endgültigen Entscheidung für eine Finanzierung sollte jedoch die Analyse des Finanzierungsumfeldes sowie der Finanzierungsform stehen. Gerade bei Finanzierungsnehmern mit wenig oder keinem Eigenkapital müssen gewisse Voraussetzungen hinsichtlich Risikoprofil und Einkommenssicherheit vorhanden sein, damit aus dem Traum von der Immobilie kein finanzielles Fiasko wird. Flexibilität und Gesamtkosten sind entscheidende Faktoren bei der Auswahl der passenden Finanzierungsform. Weiterführende Informationen zum Thema können kostenlos im Internet unter www.immokredit24.com abgerufen werden.

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