Krankenkassen: Defizit weitet sich drastisch aus

krankenkassenNach Einschätzungen des Bundesversicherungsamtes (BVA) weitet sich das finanzielle Defizit bei den gesetzlichen Krankenkassen in Zukunft deutlich aus. Selbst bei konstanten Ausgaben läge die Finanzlücke bei etwa 6,4 Milliarden Euro, so ging es aus den Unterlagen der BVA hervor.

Krankenkassen-Defizit bis zu 15 Milliarden Euro

Die Unterlagen hatte BVA-Präsident Maximilian Gaßner in der Eröffnungssitzung der Regierungskommission zur „Reform des Gesundheitswesens“ öffentlich dargestellt. Nähme man die gewöhnliche Ausgabensteigerung für Kliniken, Ärzte und Medikamente in die Berechnung mit herein, so käme man auf ein Defizit, das sogar bis zu 15 Milliarden Euro betragen könne. Deshalb sei es für Gaßner zwingend erforderlich, dass Zusatzbeiträge zum Ausgleich des horrenden Defizits erhoben werden.

Gesundheitsreform soll neue Ordnung schaffen

Die eingesetzte Regierungskommission soll das Gesundheitswesen vor allem finanziell neu strukturieren. Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hält dabei weiterhin an Kopfpauschalen fest. Um soziale Ungerechtigkeiten auszugleichen, soll es parallel dazu einen sozialen Ausgleich aus Steuermitteln geben.

Die Kommission kommt am 21. April wieder zusammen – dann wird entschieden, wie weiter verfahren wird. Fakt ist: Um den Versicherten auch weiterhin die umfassenden Gesundheitsleistungen bieten zu können, muss das System reformiert werden.

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