Mit der richtigen Baufinanzierung zum Eigenheim

Baufinanzierung Jede Eigenheimfinanzierung für den Hausbau ist von der Planung bis zur Ausführung ein mehrjähriges Projekt, das die finanzielle Situation der kommenden Jahrzehnte maßgeblich beeinflusst. Ein ganz wesentlicher Faktor sind die Bauzinsen; also der Zinssatz, der für das Baudarlehen in der ersten Finanzierungsphase gilt. Je nach Kreditinstitut und Verhandlungsergebnis dauert eine erste so genannte Zinsfestschreibung fünf bis sechs Jahre. Danach muss neu über die Bauzinsen verhandelt werden. Dann besteht die Möglichkeit, die Hausbaufinanzierung beim bisherigen Financier fortzusetzen, oder den Hausneubau nochmals komplett bei einem anderen Kreditgeber zu finanzieren. Das bedeutet dann das Ablösen des bisherigen Baudarlehens inklusive Löschung der damit verbundenen Hypothek, und eine erneute mehrjährige Festschreibung der Darlehenszinsen.

Jede Baufinanzierung gliedert sich in die drei Bereiche Eigenfinanzierung, Eigenleistung und Fremdfinanzierung.In der heutigen Zeit erwarten die Kreditgeber vom Bauherrn ein Eigenkapital in Höhe von bis zu dreißig Prozent der Bausumme. Diskutiert und verhandelt wird im Einzelfall, wie die Bausumme definiert wird, welche Kostenarten darunter subsummiert werden. In früheren Jahrzehnten gehörte beispielsweise die üppig ausgestattete Einbauküche dazu, heutzutage ist das kaum noch möglich. Als Eigenkapital wird Erspartes bezeichnet, zu dem Spar- und Festgeldverträge, Bausparverträge oder dergleichen zählen. Das Eigenkapital muss nachweisbar vorhanden sein.

Ein nach wie vor wichtiger und für den Bauherrn interessanter Punkt ist der Bereich Eigenleistung. Was an Arbeit und Dienstleistung selbst erbracht werden kann, braucht nicht fremdbezahlt, also nicht bei Handwerkern gekauft zu werden. Dazu gehören vielerlei Innenarbeiten. Sie müssen, können aber auch in Eigenregie erledigt werden, beispielsweise mit Bekannten. Diese Arbeiten sind mit Mannstunden und Stundensätzen recht genau kalkulierbar. Die Ausgaben dafür fallen nicht an. Sie werden durch die Eigenleistung pekuniär eingespart, ohne dass sich zunächst das Ergebnis, also die Bausumme ändert. Eine Änderung ergibt sich erst bei dem Ergebnis, welche Restsumme letztendlich fremdfinanziert werden muss.

Die Rechnung lautet: Bausumme minus Eigenkapital minus Eigenleistung gleich ungedeckter Finanzierungsbedarf! Auf diese Weise lässt sich mit einer richtigen Hausbaufinanzierung die Fremdfinanzierung für das Eigenheim durchaus auf sechzig Prozent der Bausumme reduzieren. Je geringer diese umgangssprachliche Baufinanzierung ist, umso niedriger sind die Monatszahlungen für Zinsen sowie Tilgung. Und umso kürzer ist letztendlich die Laufzeit, bis der Bauherr endgültig Eigentümer seines Eigenheimes ist.

Bildquelle © E. Adler – Fotolia.com

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