Pegasus Development: So können auch private Kleinanleger von Private Equity profitieren

Bildquelle: Handschlag nach einer Beteiligung. Bildquelle: geralt / Pixabay.com

Private Equity gehört zu den renditestärksten Anlageklassen überhaupt. Allein 2019 wurden in Deutschland 14 Milliarden Euro in dieses Asset investiert. Allerdings müssen Investoren oft mindestens sechsstellige Beträge locker machen und zum Teil jahrelang warten, bis sie investieren dürfen. Aber auch kleiner Privatanleger haben Chancen von Private Equity zu profitieren. Wir erklären zusammen mit Pegasus Development wie!

Private-Equity-Gesellschaften wie Pegasus Development haben in der Regel etablierte Unternehmen im Blick, die ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen. Vielfach steigt Pegasus Development auch in wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen ein, die frisches Kapital benötigen und günstig zu haben sind. Ziel ist es diese zu sanieren bzw. ihr wirtschaftliches Potenzial zu entwickeln und die Anteile danach wieder gewinnbringend zu verkaufen.

Beteiligungsgesellschaften nehmen aktiv Einfluss auf Unternehmensführung

Während Investoren bei klassischen Aktien nur bedingt mitreden können, wie das Unternehmen geführt wird, sichern sich Beteiligungsgesellschaft oft Mehrheitsbeteiligungen, mit denen sie aktiv Einfluss auf die Unternehmensführung nehmen können. Sie optimieren Abläufe und Strukturen, um den Unternehmenswert zu erhöhen. Über einen späteren Verkauf werden Gewinne realisiert.

Wer von den hohen Renditen der Private-Equity-Unternehmen profitieren will, der muss das nötige Kleingeld mitbringen. Klassischerweise verlangen die Gesellschaften ein Investment von mindestens 100.000 Euro, weshalb vor allem institutionelle Anleger und vermögende Privatanleger investieren. Aber selbst mit dem nötigen Geld auf dem Konto und dem Willen Millionen zu investieren, müssen sich Anleger oft mit der Warteliste begnügen, so begehrt sind die geschlossenen Investmentfonds der Private-Equity-Gesellschaften.

Sie erwerben ihre Anteile oft unter Ausschluss der Öffentlichkeit und sind den wenigsten Menschen ein Begriff. Dabei haben die Gesellschaften mitunter großen Einfluss und sind teilweise sogar gefürchtet. Die Unternehmensberatung PwC kritisiert, dass Beteiligungsgesellschaften sich zu sehr auf die Optimierung der Kostenstruktur konzentrieren und sich zu wenig um die Stellschraube des Umsatzwachstums kümmern.

Die Private Equity Fonds sind für Privatanleger auch deshalb schwierig, weil sie mit hohen Kosten und geringer Transparenz verbunden sind, so Pegasus Development. Außerdem muss die hohe Rendite wie immer am Kapitalmarkt mit einem höheren Risiko erkauft werden.

Kleinanleger können Aktien von Private-Equity-Gesellschaften erwerben

Trotzdem gibt es auch für Privatanleger die Möglichkeit von der überdurchschnittlichen Rendite zu profitieren. Einerseits werden immer mehr geschlossene Private Equity Retailfonds oder Publikumsfonds aufgelegt, die öffentlich vertrieben werden dürfen. Die Retailfonds sind meist Dachfonds, die in Private Equity Fonds investieren. Die Mindestanlagesumme liegt zwar deutlich unter 100.000 Euro, ist mit meist 10.000 Euro aber auch nicht für jeden erschwinglich.

Am einfachsten und günstigsten ist es, sich mit Aktien direkt an den börsennotierten Private-Equity-Gesellschaften zu beteiligen. Das ist zum Beispiel bei der KKR & Co. Inc mit Sitz in New York möglich. Die 1976 gegründete Beteiligungsgesellschaft ist eine der größten der Welt. Nach eigenen Angaben werden Anteile an Industrieunternehmen im Durchschnitt sechs bis sieben Jahre gehalten, bevor die Unternehmen so profitabel sind, dass sie mit ordentlichem Gewinn wieder veräußert werden.

In Deutschland hat sich KKR zum Beispiel an Traditionsunternehmen wie Wincor Nixdorf, WMF und ATU beteiligt. Zuletzt ist der US-Finanzinvestor bei Axel Springer eingestiegen und hält mittlerweile 47,6 Prozent des Berliner Medienkonzerns. Aktionäre der KKR haben am 25. Februar 2020 eine Dividende von 0,125 US-Dollar je Aktie erhalten. Dies entspricht einer Jahresdividende von 0,50 US-Dollar. Die aktuelle Marktkapitalisierung liegt bei 11,86 Milliarden Euro.

Auch die Investmentgesellschaft Blackstone betreibt Corporate Private Equity und ist an der Börse notiert. Blackstone verwaltet im Moment rund 550 Milliarden US-Dollar, wovon ca. 170 Milliarden US-Dollar auf Private Equity Investments entfallen. Die Aktiengesellschaft hat 2019 eine Gesamtdividende von 1,96 US-Dollar bezahlt. Die Marktkapitalisierung beträgt 29,10 Milliarden Euro und somit fast dreimal so viel wie bei KKR.

ETF mit Top 30 Private-Equity-Aktien

Anleger können auch über ETFs in Private-Equity-Gesellschaften investieren. Der iShares S&P Listed Private Equity von Blackrock engagiert sich bei den 30 größten und liquidesten Private-Equity-Aktien aus Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik, die an den Börsen der entwickelten Märkte gehandelt werden. Wie bei ETFs üblich, bildet der Fonds die Wertentwicklung der im Index enthalten Aktiengesellschaften ab. Mit dem ETF streuen die Anleger das Risiko innerhalb der Private-Equity-Branche und profitieren von den günstigen Konditionen, für die ETFs bekannt sind.

Die Gesamtkostenquote des iShares S&P Listed Private Equity liegt bei 0,75 Prozent. Der Fonds wurde 2007 aufgelegt und gehört zu den physisch replizierenden ETFs. Zu den größten Positionen des Fonds zählen Blackstone, die Partners Group und Brookfield Asset Management mit jeweils über acht Prozent Anteil. Im Index befinden sich auch die deutschen Beteiligungsgesellschaften Aurelius, Deutsche Beteiligungs AG und Mutares.