Tipps für die Steuererklärung

SteuererklärungEinmal im Jahr ist es soweit, dann steht die Steuererklärung an und die treibt vielen Menschen immer noch die Schweißperlen auf die Stirn. Das Problem liegt in erster Linie darin, die Formulare richtig zu verstehen und keine Eintragungen zu vergessen. Vieles lässt sich inzwischen von der Steuer absetzen, wie zum Beispiel Freibeträge für das Haus, für Renovierungen, für Arbeitsmaterialien im Zuge einer Selbstständigkeit, Freibeträge für Kinder, Kilometerpauschalen für den Arbeitsweg, Pauschalen für Medikamente und vieles mehr. Eine zusätzliche Hilfe wurde jüngst neu eingeführt und soll im Grunde genommen das Steuersystem vereinfachen. Elster heißt das neue elektronische Steuerverfahren. Das Programm als solches ist kostenlos und an die deutsche Finanzverwaltung angegliedert. Bürger können so über eine verschlüsselte Internetverbindung ganz ohne den üblichen Papierkram ihre Steuererklärungen anfertigen, Kostenüberschussrechnungen erstellen und vieles mehr. Für jeden Bedarf und jeden beruflichen Bereich gibt es unterschiedliche Formulare online, die darüber auch direkt ausgefüllt werden können.

Steuerberechnung ja, Beratung nein!

So können Steuern zwar entsprechend berechnet werden, allerdings findet natürlich keine Beratung statt. Die kann einem nur der Steuerberater geben. Deshalb eignet sich das Elster-Verfahren nur für Menschen, die einigermaßen sicher in der Ausführung ihrer Steuererklärung sind. Wer unsicher ist oder diesbezüglich keine Erfahrungen hat, der sollte sich zumindest für die erste Steuererklärung an einen erfahrenen Steuerberater wenden. Dies ist üblicherweise bis in den September hinein möglich, während eine normale Steuererklärung bis zum Mai hin abgegeben werden muss, jeweils natürlich über das letzte Jahr. Wichtig zu wissen, bei Elster werden eingereichte Erklärungen schneller bearbeitet und das ist vorteilhaft, wenn man nicht lange auf seine Steuererklärung warten möchte. Eingereicht werden müssen nur Belege, die dort speziell gefordert werden, dazu gehören:

– Spendenbescheinigungen
– Bescheinigungen über Kapitaleinkünfte
– Bescheinigungen
– Belege über außergewöhnliche Belastungen

Alle weiteren Unterlagen sollten nur eingereicht werden, sofern das Finanzamt diese gesondert anfordert. Mit dem Wust an Unterlagen kann das Finanzamt mitunter nämlich nicht viel anfangen und wird diesen sonst ungesehen zurückschicken oder bei Bedarf direkt vernichten. Von Vorteil ist die Möglichkeit eines persönlichen elektronischen Zertifikat, welches die eigentliche Unterschrift auf dem Papier ersetzt. Für die Übermittlung der Umsatzsteuererklärung, der Einkommensteuererklärung und auch der Gewerbesteuererklärung ist dies aber nicht zwingend notwendig über das Elster-Onlineportal. Wer dieses Zertifikat nicht hat, der kann sich seine Steuererklärung auch online ausfüllen und zunächst ausdrucken, eine Unterschrift darunter setzen und diese dann an das Finanzamt abschicken.

Den fertigen Bescheid bekommen Nutzer der Steuersoftware Elster dann auch auf elektronischem Wege zugestellt. Elster verfügt über die Möglichkeit, dass Nutzer alte Steuererklärungen miteinander vergleichen können und alle bisherigen Erklärungen online einsehbar sind. Das erleichtert den Überblick. Wer sich unsicher ist über die neuen elektronischen Wege der Steuererklärung, der kann sich auch weiterhin die entsprechenden Papierbögen beim Finanzamt abholen und auf altbewährtem Wege ausfüllen, wenngleich die Bearbeitung dann mitunter etwas längere Zeit in Anspruch nehmen kann.

Mittlerweile wird übrigens zahlreich Steuersoftware angeboten, die bei der Steuererklärung helfen soll und den Besuch beim Steuerberater ersparen kann. Wer sich einen Überblick über die eigenen Einnahmen und Ausgaben verschaffen möchte, für den ist diese Möglichkeit definitiv interessant.

Bildquelle © kebox – Fotolia.com

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