Vorsicht: Schuldenfalle Ratenkredit

Die Finanzierung der laufenden Konsumausgaben erfolgt immer häufiger auf Pump. Es stellt sich oft gar nicht die Frage, ob die Anschaffung bestimmter Güter im finanziellen Rahmen des Käufers liegt. Vielmehr geht darum, welche Bank die Finanzierung übernimmt. Viele Menschen haben zwischenzeitlich mehr als nur einen Gläubiger. Die meisten Verbindlichkeiten resultieren aus der Aufnahme von Ratenkrediten zur Finanzierung von Konsumausgaben.

Erst wenn es zu spät ist, der Schuldenberg untragbar wird und die erste Bank den Geldhahn zudreht, erkennen viele den Ernst der Lage. Das Tückische an Ratenkrediten ist die relativ geringe monatliche Belastung, die bei Aufnahme von einem Ratenkredit bezahlt werden muss. Die Rate liegt oft deutlich unter 100 Euro. Auf den ersten Blick erscheint damit die Belastung als gering und problemlos tragbar. Bei mehreren Ratenkrediten summiert sich allerdings die Gesamtbelastung auf einen Betrag, der nachhaltig nicht mehr tragbar wird. Viele Kreditnehmer überprüfen ihre Finanzen viel zu selten und übersehen förmlich, welche Verpflichtungen sie oft auch mit kleineren Finanzierungen eingehen.

Die ersten Warnsignale sind fast immer gleich. Der bisherige Dispositionsrahmen beim bestehenden Kontokorrentkredit ist schnell überzogen, und es folgen böse Mahnbriefe von der Bank. In der ersten Phase wird die Problematik meistens durch Umschuldung oder eine weitere Erhöhung der Kreditlinie beim Dispokredit geregelt. Oft wird sogar ein neuer Ratenkredit aufgenommen. Bereits kurze Zeit später ist der finanzielle Rahmen komplett ausgeschöpft und keine Bank zeigt sich bereit weitere Gelder zur Verfügung zu stellen. Die laufenden Einnahmen decken nicht die Ausgaben, wobei meistens auch keine Sparpotenziale bestehen. Der Weg führt bei vielen zur Privatinsolvenz. Damit dies nicht geschieht, ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Konsumfinanzierungen erforderlich. Beim Kauf über Kredit sollte der eigene finanzielle Spielraum immer geprüft werden.

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