Was ist der Beleihungswert eines Darlehens?

BeleihungswertFür die Gewährung von Immobiliendarlehen und die entsprechende Bestimmung der Konditionen ist u.a. der Beleihungswert einer Immobilie entscheidend. Die Vergabekriterien befinden sich derzeit im Wandel und so kommt dem Beleihungswert eine entscheidende Bedeutung hinsichtlich der Gesamtbewertung eines Darlehensantrages zu. Der Antragsteller sollte sich deshalb im Vornherein darüber im Klaren sein, welche Auswirkungen die von ihm gemachten Angaben auf die Beurteilung haben.

Die Kreditinstitute wenden heute vielfach nicht mehr den pauschal ermittelten Beleihungswert an, der einfach nur den Kaufpreis bzw. die Herstellungskosten und die Nebenkosten zum eingesetzten Eigenkapital ins Verhältnis setzten, sondern berechnen den Beleihungswert weitaus komplexer. Die komplette Darlehenssumme wird dabei unterteilt in Realdarlehen, Personaldarlehen und Blankodarlehen.

Das Realdarlehen ist dabei der zinsgünstigste Darlehensteil, da er nur bis max. 60 % des Objektwertes vergeben wird und somit das Darlehen mit hoher Sicherheit für die Bank unterlegt ist. Es folgt der max. 30 % aufgeschlagene Teil des Personaldarlehens und on Top das Blankodarlehen, was faktisch nicht mit Sicherheitshinterlegung (deshalb die Bezeichnung „Blanko“) ausgestattet ist. Da diese drei Darlehensteile unterschiedlich hoch verzinst werden, ergibt sich je nach Zusammensetzung ein Mischzins für das Gesamtdarlehen. Oft wird bankseitig darauf hingewirkt, unterschiedliche Zinsbindungsfristen für die Darlehensteile zu erzielen und die erfolgte Wertermittlung generell nach regional unterschiedlichen Immobilienpreis-Indices nach zu bewerten. [mehr]

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