Was kann man von der Steuer absetzen?

Meistens ist der Anlass eines Handwerkerbesuchs wenig erfreulich – trotzdem kann es auch Grund zur Freude geben, denn der Steuerzahler kann seine Rechnung beim Finanzamt geltend machen. Wie das funktioniert und welche Steuerspar-Tipps es noch

German Tax Form with Euro banknotes and coins, selective focus
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gibt, erklären wir nachfolgend.

Handwerker-Rechnung von der Steuer absetzen
Bis zu 1.200 Euro können Privatleute in ihrer Einkommenssteuererklärung steuermindernd angeben. Das Finanzamt erkennt alles an, was mit dem Erhalt, der Renovierung oder der Modernisierung eines privaten Haushalts zusammenhängt. Hierzu zählen nicht die Materialkosten. Das Finanzamt akzeptiert 20 Prozent der Rechnung bis zu 1.200 Euro. Hierfür sind zwei Dinge erforderlich: Die Rechnung muss vorliegen und diese muss per Überweisung gezahlt werden. Mehr Informationen hierzu sowie weitere Hilfe in Steuerfragen gibt es hier.

Winterdienst von der Steuererklärung absetzen
Besteht im Winter eine Räumpflicht, können Vermieter, Hauseigentümer und Mieter einen Dienstleister damit beauftragen und diese Aufwendungen als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen. Das hat das Finanzgericht Berlin-Brandenburg mit Aktenzeichen 13 K 13287/10 entschieden.

Kosten für Haushaltshilfe steuermindernd ansetzen
Minijobber, selbstständige oder sozialversicherte Haushaltshilfen können ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden. Seit 2009 können private Haushalte Minijobber in Höhe von maximal 510 Euro im Jahr und 20 Prozent der Kosten geltend machen. Das Gleiche gilt auch für Gärtner, Fensterputzer und Haushaltshilfen, die Selbstständig tätig sind. Hier liegt die Obergrenze bei 4.000 Euro und es muss ebenfalls eine Rechnung vorliegen.

Arbeitszimmer – so klappt es mit der Anerkennung
Wer in seinen vier Wänden ein häusliches Arbeitszimmer besitzt und von seinem Arbeitgeber keinen Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt bekommt, kann die Kosten hierfür ebenfalls steuermindernd ansetzen. Bis zu 1.250 Euro werden anerkannt. Von dieser Regelung profitieren besonders Lehrer und Handelsvertreter. Noch höher fällt der abziehbare Betrag aus, wenn es sich nicht um ein häusliches Arbeitszimmer handelt und der Raum deutlich von den privaten Räumen getrennt ist. Hierfür ist ein separater Eingang erforderlich. Für das häusliche Arbeitszimmer wird ein prozentuales Verhältnis zu den übrigen Quadratmetern der Wohnung gebildet, und alle anfallenden Kosten wie Strom, Miete, Wasser und Abwasser werden entsprechend dieser Quote in der Einkommenssteuererklärung erfasst.

Bild: © istock.com/ollo

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