Wechselhaftes Konsumklima begünstigt Anschaffungsneigung und Kreditaufnahme

konsumklimaAktuelle Zahlen belegen es: Erhöhte Einkommenserwartungen lassen auf eine Verbesserung der Konjunktur hoffen – gleichzeitig verharrt die Anschaffungsneigung der Deutschen auf hohem Niveau.

Dies mag an den historisch niedrigen Zinsen für Kapitaleinlagen liegen oder auch an den als sicher eingestuften Sachwertvermögen. Viele Konsumenten sparen deshalb ihr Geld nicht, sondern kaufen Sachwerte dafür. Ganz oben auf der Favoritenliste stehen dabei u.a. Immobilien. Lt. den aktuellen Umfragen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) verlieren demnach die Bundesbürger mehr und mehr das Vertrauen in das Finanzsystem.

Die Tendenz neige zu eher werthaltigen Anschaffungen als zur Sparabsicht. Für Immobilien und für andere Anschaffungen mit hohen Werten werden in der Folge auch verstärkt Kredite nachgefragt, die zudem ebenfalls mit historisch niedrigen Zinsen erhältlich sind. Für die Kreditinstitute hingegen werden die Refinanzierungskosten aufgrund der ins Wanken geratenen Finanzmärkte immer höher, was wiederum zur Verstärkung der Hürden für annehmbare Darlehensanträge und zur Weitergabe der Kosten an den Kunden führt.

In der jetzigen Situation ist es trotzdem für den Kreditnehmer günstig, in Sachwerte zu investieren, auch wenn dies über eine Finanzierung passiert. Die Kosten sind je nach Darlehensform gut planbar und der einmal akquirierte Sachwert (z.B. die Immobilie) hat einen dauerhaft beständigen Wert, der von Konjunkturschwankungen und Inflationsneigungen eher unabhängig ist.

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