Wohn-Riester: Schwierigkeiten für Sparer der 1. Stunde

Etliche Riester-Sparer haben beim Wohnriestern bisher in die Röhre schauen müssen. Eine Übergangsregelung hat die Entnahme von Kapital aus der Riester-Rente unmöglich gemacht. Allerdings entdeckten Verbraucherschützer jetzt eine Gesetzeslücke, die vielleicht das Wohnriestern durch die Hintertür erlaubt.

Riester-Rente: Sparen für´s Alter

Viele Arbeitnehmer setzen inzwischen auf die Riester-Rente, um auch privat für den Ruhestand vorzusorgen. Schließlich bietet sie die Chance, sich das Sparen für´s Alter vom Staat über die Zulagen vergolden zu lassen. Besonders Familien mit mehreren Kindern erhalten teilweise erhebliche Zulagensummen.

Für viele ist die Riester-Rente aber noch aus einem anderen Grund interessant – über das Stichwort Wohn-Riester. Der Gesetzgeber hat in den letzten Jahren die Möglichkeit geschaffen, mit dem Kapital aus einem Riester-Vertrag schneller ins Eigenheim zu kommen.

Wohnriestern – Altersvorsorge Betongold

Die Idee: Das Kapital aus dem Riester-Vertrag kann entweder im Rahmen der Anschaffung oder als Teil der Tilgungsleistung genutzt werden. Allerdings hat eine Übergangsregelung viele Riester-Sparer in der Vergangenheit benachteiligt, die nicht auf das angesparte Kapital zum Wohnriestern zugreifen konnten. Die Übergangsregelung sperrt quasi das Kapital für alle, die eine Immobilie in gutem Glauben vor 2010 erworben haben.

Allerdings hat die Verbraucherzentrale Bremen scheinbar einen Weg gefunden, wie Riester-Sparer diese Reglung umgehen können. Der Trick: Das Guthaben fließt in die Anschlussfinanzierung. Auf diese Weise können Betroffene die Riester-Rente doch noch für ihr Eigenheim nutzen. Grundlage ist ein Ministeriumsschreiben aus dem Jahr 2010, in dem es um die Übertragung der Riester-Rente in Sparformen zur Anschlussfinanzierung ging. So wäre der Zwischenschritt über einen Bausparvertrag denkbar, um Riester-Rente und Betongold unter einen Hut zu bringen.

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